Die vergessene Stadt

Die vergessene Stadt – ein kooperatives Abenteuer

Rezension zu dem Spiel Die vergessenen Stadt
Die Schätze der verbotenen Insel sind geborgen, kurz bevor die Fluten auch die letzten Gebäude verschlungen hatte. In letzter Sekunde haben es unsere Abenteurer geschafft, mit dem Helikopter zu fliehen. Doch die Freude über ihren Triumph währte nur kurz. Ein Sandsturm beschädigte den Hubschrauber, so dass eine unsanfte Notlandung in der Wüste das vorläufige Ende der Jungs und Mädels bedeutete. Brüllend heiß brennt die Sonne auf die Unglücksstelle und mit den letzten Reserven macht sich die Gruppe auf, Hilfe zu finden.
Vor ihnen in der Hitze flimmerten plötzlich Gebäude. Eine Fata Morgana? Nein, es war tatsächlich eine Stadt, die dort aus dem Sand hervortrat. Doch weite Teile der Gebäude waren verschüttet. Auf der Suche nach Wasser fanden sie ein Flugschiff. Die Rettung war nah, doch fehlen vier Teile, um es in Gang zu setzen. Um diesem unwirtlichem Ort zu entfliehen müssen diese Teile gefunden werden, bevor der Sand durch immer wieder auftauchende Stürme die Stadt vollends begräbt und den Abenteuern das Wasser ausgeht. Denn die Sonne brennt unbarmherzig….

Spielablauf

Der Nachfolger zu „Die Verbotene Insel“ greift auf ein ähnliches kooperatives Spielelement zurück, geht aber spielerisch einen Schritt weiter. War es bei der Insel Wasser, so kämpfen die Spieler hier gegen verheerende Sandstürme. Und statt „Wasser steigt“ brennt hier die Sonne. Doch die Stadt will entdeckt werden, denn zu Beginn ist alles noch Wüste. Feld für Feld wird erkundet. Hat man Gebäude ausgegraben, erhält man entweder sehr hilfreiche Gegenstände, kann seinen Wasservorrat auffüllen (leider nur einmalig) oder findet einen Hinweis darauf, wo eines der vier Teile des Flugschiffs verborgen ist. Alte Tunnel bieten Schutz gegen die Sonne, sodass man seinen Wasservorrat schonen kann.

Mehr noch wie bei der Insel kommt es hier auf gute Zusammenarbeit an. Denn der Wassermangel ist allgegenwärtig und deckt man eines der Wasserfelder auf (es  gibt nur 2, das dritte ist eine Fata Morgana), erhalten nur diejenigen Wasser, die zu diesem Zeitpunkt auf dem Feld stehen. Danach ist der Brunnen vertrocknet! Auch die Wege müssen gut geplant sein. Am Besten versucht man am Ende des Zuges in einem Tunnel zu stehen, sofern diese entdeckt bzw. erreichbar sind. Und dann gilt es ja auch noch, die 4 fehlenden Teile zu finden, die nicht so einfach da sind, sondern man muss Hinweisen folgen. Dass man dabei noch versuchen muss, die Stadt vom Sand zu befreien, ist selbstverständlich, denn wie das Wasser, so begräbt der Sand Runde für Runde Gebäude unter sich. Und nur freue Felder können entdeckt werden. Verloren hat man, wenn entweder ein Spieler aufgrund Wassermangels aus dem Spiel ausscheidet oder kein Sand mehr nachgelegt werden kann.

Fazit zu „Die vergessene Stadt“

Die vergessene Stadt übertrifft Die verbotene Insel in fast allen Belangen. Nur der variable Spielplan fehlt, wobei der Wind die Geländeplättchen ähnlich dem verrückten Labyrinth immer wieder verschiebt. Die Ausstattung ist ein weiteres Mal gelungen. Bemalte Miniaturen, das Flugschiff, die Grafik, die sich auftürmenden Dünen, alles passt und vermittelt eine hervorragende Atmosphäre. Und auch wenn hier die Sonne nicht scheint, spürt man den Schweiß, den Druck und die Angst, es nicht zu schaffen. Wer die verbotene Insel kennt, kann bedenkenlos zur Stadt aufbrechen. Aber auch allen anderen sei die vergessene Stadt empfohlen, zumal man sie nun auch mit 5 Personen entdecken kann!

Spieledetails

  • Spiel: Die vergessene Stadt (2013)
  • Autor: Matt Leacock
  • Verlag: Schmidt Spiele
  • Anzahl der Spieler: 2-5 Spieler
  • Alter: ab 10 Jahre
  • Dauer: ca. 45 Minuten
  • Preis: ca. 28 Euro